Was ist Emo?
Von Hardcore zu "New-School" Emo
Hardcore
Wer Emo und Emocore verstehen möchte, muss ersteinmal wissen woher es stammt: Aus dem Hardcore Punk der 90er.
Der Punkrock wurde damals immer kommerzieller, und so distanzierten sich einige Bands von den großen Labels, waren nicht mehr so auffällig gekleidet und legten vor allem Wert auf Moral und Politik.
Der musikalische Charakter von Hardcore Punk wird vor allem durch die hohe Taktrate, rauhe Stimmen und übersteuerte Gitarren bestimmt.
Bands: Sex Pistols, Ramones

Emocore
Emocore ähnelt dem Hardcore Punk aus musikalischer Sicht noch sehr stark: die gleichen verzerrten Gitarrensounds und das hohe Tempo wurden weitgehend beibehalten. Dazu kamen aber ruhige Passagen, in denen die Gitarren sauberer klingen und der Gesang klarer.
Dieser Kontrast zwischen rau und klar ist ein sehr typisches Merkmal für Emocore, oft werden die verzerrten Passagen nicht gesungen sondern geschriehen - hier spricht man dann auch von Screamo.
Inhaltlich geht es nicht mer um Moral und Politik, sondern emotionale Themen wie Liebe, Liebeskummer, Religion, "dem Sinn des Lebens".

Emo
Früher war Emo zunächst nur die Abkürzung für Emocore, allerdings hat sich im Laufe der Jahre daraus etwas eigenes entwickelt: Immer mehr Bands bezeichneten ihre Musik als Emo, die mit Hardcore Punk und Emocore nicht mehr viel zu tun hatten.
Der raue Sang wurde klarer, die Taktrate geringer. Emo wurde massentauglicher gemacht. Inhaltlich blieb alles wie bei Emocore, der Musikstil ist mehr an Indie-Rock angelehnt. Mehr Schlagzeug, weniger verzerrte Gitarren, harmonischere Akkorde.
Emo Bands
Es gibt unzählige Bands, deren Musik von ihnen selbst oder von anderen als Emo bezeichnet wird. Eine Übersicht findest du unter Emo Bands.
Bild 1: Sick of It All, Quelle: Wikipedia
Bild 2: Silverstein, Quelle: Wikipedia
Bild 3: Fall Out Boy, Pressefoto
